Original Wiener Deutschmeister Schrammeln

 

© Original Wiener Deutschmeister Schrammeln

 

Die Original Wiener Deutschmeister-Schrammeln wurden 2011 in Wien gegründet, die erste CD wurde eingespielt und Ende 2011 präsentiert. Die Tradition der Hoch- und Deutschmeister manifestiert sich in diesem neu gegründeten Ensemble durch die Uniformen und die traditionelle Musik. D`Burgspatz`n, wie sich das historische Schrammelensemble des vierten Infanterieregiments nannte, hat 1998 zum Geburts- und 50. Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef in der Wiener Hofburg konzertiert und stand bei der Namensgebung der neuen Schrammelgruppe Pate. Die Schrammelmusik ist die einzige Musikgattung, welche nach ihren Schöpfern, den Brüdern Johann und Josef Schrammel, benannt wurde.

 

Die Geschichte der Schrammeln ist eng verwoben mit den Wiener Fiakern und wird in unzähligen Kompositionen dokumentiert. Viele der Fiaker waren leidenschaftliche Volkssänger und musizierten gemeinsam mit den Schrammeln und anderen Musikern in den zahllosen Etablissements und den Heurigen Wiens. Das wohl bekannteste „Fiakerlied“, 1885 von Alfred Pick anläßlich des 100-jährigen Bestehens der Fiakerzunft komponiert, wurde von Alexander Girardi in der Rotunde aus der Taufe gehoben und erfreut sich noch immer größter Beliebtheit. Der Versuch, ein neues Fiakerlied etwa, eine zeitgemäße musikalische Form einer historischen Schöpfung zu kreiieren, ist nun für dieses Ensemble eine spannende Herausforderung geworden. Schrammelmusik, im Wien des 21. Jahrhunderts, wo die Hufe der Fiakerpferde wie damals auf dem Katzenkopfpflaster der Innenstadt zu hören sind, weist aus vergangenen Zeiten in die Zukunft und schafft neue musikalische Perspektiven.

 

Die besondere Beschaffenheit der Kombination von Tradition und gegenwärtiger Präsenz zeichnet dieses Projekt aus. Schrammelmusik, ein Klangkörper mit Geschichte und das seit Jahrhunderten bestehende Gewerbe der Fiaker vereinen sich zu einem einzigartigen Produkt. Mit den neuen Kompositionen wird der Bogen über Jahrhunderte gespannt und gibt diesem Genre eine zukunftsweisende Note.

 

Durch die immer schneller werdenden Veränderungen von Technik, Tourismus und der Lebensweise unserer Zeit ist es ein Gebot der Stunde die alten Werte zu beleuchten und mit den heutigen Bedürfnissen in positiver Form zu vereinen. Mit dem Kompositionsauftrag wird eine neue Dimension erschlossen und die wienerische Komponente wird auch heute von Volkssängern, unseren Sänger-Schauspielern getragen.

 

Durch die neuen Kompositionen wurde die G-Klarinette, das „Picksüße Hölz´l“ in die Gruppe involviert und somit erweitert. Das Musizieren mit diesem Instrument bringt eine besondere Note, ist aber etwas in Vergessenheit geraten. Auch das Spielen des Instruments ist schwierig und fordert den Musiker wie auch den Erzeuger auf eine besondere Weise.

 

Johannes Mantler (1. Violine), Bernhard Rinder (2. Violine), Kurt Hirschfeld (Harmonika, G-Klarinette), Brigitta Telberg (Gitarre, Gesang)

 

2. Wochenende