Peter Neuwirth

Verweilender Künstler

 

© Matthias Krizanits

 

 

geboren 1952 in Wien

1968-71 Besuch der Wr. Kunstschule bei Prof. Gerda Matejka-Felden und Prof. Fritz Martinz.1972-1977 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst bei Prof. H. Tasquil und Prof. O. Oberhuber. Arbeitet als Maler und Grafiker seit 1977. Zahlreiche Ausstellungen sowie Lehrtätigkeit im In- und Ausland

 

Peter Neuwirths Gemälde und Wandobjekte erinnern nicht selten an Gewässeroberflächen oder Gesteinsformationen. Es gibt für die BetrachterInnen etwas zu ergründen, freizulegen den künstlerischen Prozess des Übergießens und Überarbeitens in die andere Richtung mit dem Auge nachzuvollziehen.

 

 

 

 

Neuwirths Malerei versteht sich als Widerlegung der Henri Matisse zugeschriebenen Aussage,

Bilder seien wie Löcher in der Wand, die den Blick in eine andere Welt freigeben. Bei Peter
Neuwirth verhält es sich umgekehrt, der Betrachter wird nicht eingeladen über das Bild in eine
andere Realität einzusteigen, das Bild kommt vielmehr aus der Wand heraus. Das Kunstwerk
tritt dem Betrachter als neu geschaffene Realität entgegen. Diese Umkehr wurde mit der Zeit
immer wörtlicher artikuliert. Anfangs entstand dieser Eindruck nur mit den Mitteln der Malerei
in einer plastischen Oberfläche, geformt durch den pastosen Farbauftrag, später dann werden
die Arbeiten immer skulpturaler mit tiefen Bilderrahmen und Farbflutungen, die die Leinwand
förmlich unter sich begraben. Diese Bilder wie etwa die zentrale Farbflutung von 2014 könnte
man sich auf dem Boden liegend fast als Farbvulkane vorstellen, die sich eruptiv erheben. In
ihrer vorgeschriebenen Hängung als Gemälde an der Wand durchbrechen sie die Grenze zum
Objekthaften. Damit ist er als plastischer, ja als bildhauerischer Maler zu bezeichnen.

 

www.peter-neuwirth.at